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Farben aus Pilzen: Natürlich Färben
Lektion 1

Der Pilz-Regenbogen

Farben aus Pilzen: Natürlich Färben▾
  1. 1Der Pilz-Regenbogen
    1. Der Pilz-Regenbogen9 Min.
  2. 2Warum Wolle Farbe liebt
    1. Warum Wolle Farbe liebt10 Min.
  3. 3Ab in den Färbetopf
    1. Ab in den Färbetopf11 Min.
  4. 4Die Farbe verändern mit Chemie
    1. Die Farbe verändern mit Chemie11 Min.
  5. 5Spülen, Trocknen und Tragen
    1. Spülen, Trocknen und Tragen10 Min.
Das Video zu dieser Lektion wird gerade vorbereitet.

Ein brauner Pilz, eine bunte Überraschung

Wenn du einen getrockneten Färbepilz in die Hand nimmst, sieht er ziemlich langweilig aus. Braun, etwas orange, vielleicht ein bisschen krümelig. Man würde nie vermuten, dass sich darin eine Farbe versteckt. Doch wirf denselben Pilz zusammen mit einem Erwachsenen in einen Topf mit heißem Wasser, und etwas Erstaunliches passiert: Das Wasser wird golden, rostorange oder sogar tief violett. Legst du ein Stück weiße Wolle hinein, trinkt die Wolle die Farbe förmlich auf.

Das nennt man natürliches Färben mit Pilzen. Die Farbe war die ganze Zeit schon da, versteckt im Pilz als winzige farbige Stoffe, die man Pigmente nennt. Hitze und Wasser setzen sie frei.

Welche Pilze machen welche Farben

Verschiedene Färbepilze tragen verschiedene Pigmente, deshalb malt jeder eine andere Farbe. Hier sind ein paar berühmte, die Färberinnen und Färber auf der ganzen Welt benutzen:

  • Der Schweinitz-Porling (Phaeolus schweinitzii) ergibt leuchtendes Gelb und Gold, je nach Verwendung auch Grün- oder Brauntöne.

  • Cortinarius-Pilze, wie Cortinarius semisanguineus, ergeben Rot- und warme Orangetöne.

  • Der Violette Lacktrichterling (Hapalopilus nidulans) ergibt kräftiges Violett und Pflaumenfarben.

Aus einem einzigen Topf voller Pilze können Sonnengelb oder königliches Violett entstehen. Das ist das Wunder des Pilzfärbens.

Färbepilze gehören in den Topf, niemals auf den Teller

Hier ist eine Regel, die du dir fest einprägen musst: Färbepilze sind kein Essen. Manche von ihnen, wie der Violette Lacktrichterling, sind sogar giftig und würden dich sehr krank machen, wenn du sie essen würdest. Wir benutzen sie ausschließlich, um Stoff zu färben, niemals zum Essen.

Woher kommen Färbepilze also? Färberinnen und Färber kaufen sie getrocknet bei Bastel- und Färbehändlern, schon fertig für den Färbetopf vorbereitet. Manchmal sammelt sie auch ein erfahrener Erwachsener, der sich mit Pilzen sehr gut auskennt. So oder so – das ist Aufgabe von geschulten Erwachsenen.

Die beiden goldenen Regeln über Pilze gelten immer: Pflücke niemals einen wilden Pilz, und iss niemals einen wilden Pilz. Du bist hier die Farbforscherin oder der Farbforscher. Du planst die Farben, wiegst die Pilze, stoppst die Zeit und beobachtest die Magie. Alles mit Hitze oder heißem Wasser übernimmt ein Erwachsener.

Deine Aufgabe in diesem Kurs

In den nächsten Lektionen lernst du, warum Wolle Farbe so gut aufnimmt, wie ein Färbetopf funktioniert, wie man mit einem Spritzer Essig eine Farbe verändert, und wie du deine gefärbte Wolle in etwas zum Anziehen verwandelst. Los geht's, Farbforscherin, Farbforscher!

Schnelles Quiz

Beantworte alle Fragen und sieh dann, wie du abgeschnitten hast. Du kannst es so oft versuchen, wie du willst — deine Punktzahl ist nur für dich.

1.Wo versteckt sich die Farbe, bevor du überhaupt etwas färbst?
2.Was stimmt über Färbepilze?
3.Welcher Pilz ist für seine violette Farbe bekannt?
4.Was ist in diesem Kurs die Aufgabe des Kindes?

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Ein optionales Produkt zum Entdecken

Ein optionales Produktbeispiel, um Pilze mit einem Erwachsenen zu entdecken. Es wird in einem externen Shop verkauft; prüft die Anleitungen und Materialien des Anbieters. Lernen bleibt hier kostenlos.